Hauser Kaibling ist fit für den Winter

„Nach der Saison ist vor der Saison“ – dieses Motto passt auch perfekt für viele Bergbahnen unseres Landes. So auch für den Hauser Kaibling, wo die Vorbereitungen auf die Skisaison 2020/21 bereits im Mai begonnen haben. Wir haben bei einem Lokalaugenschein mit Pistenchef Gerhard Zettel gesprochen, der im schönen Ennstal bereits in seinen 41. Winter startet. Nach 20 Jahren auf der Planai und 1 Jahr in Spittal am Semmering ist er nun bereits seit 20 Jahren für den Hauser Kaibling im Einsatz.“Wir beginnen bereits ab Mai mit den Revisionen – egal ob Schneiteiche, Pumpenstationen oder Schneekanonen. Bei rund 240 Schneekanonen reinigen wir alle Düsen, überprüfen die Filter sowie die gesamte Elektronik. Auch alle Maschinen müssen serviciert und gewartet werden – so geht dann auch der gesamte Sommer drauf“, berichtet Zettel.

Alles voll auf Kurs

Auch in diesem ganz speziellen Jahr durch das Coronavirus hat sich in der Vorbereitung auf die Skisaison für die Pistenmannschaft nicht viel geändert. „Wir müssen uns nach dem Wetter richten und dann Schnee produzieren, wenn es kalt ist. Der komplette Wahnsinn wäre, wenn wir starten dürfen, aber nicht bereit wären“, so Gerhard Zettel. Seit Mitte November laufen die Schneekanonen am Hauser Kaibling wieder auf Hochtouren. Mit der schlagkräftigen Beschneiungsanlage ist es möglich, vom Berg bis ins Tal alles durchzuschneien. Mittlerweile hat man bereits fast zwei Drittel der Schneemengen, die man aus Erfahrung für die gesamte Saison benötigt, beisammen. Derzeit werden gerade die Verschubarbeiten des Schnees erledigt. „Im oberen Bereich sind wir so gut wie fertig. Hier haben wir eine Auflage von rund 60 Zentimeter, die ausreichend ist. Weiter unten bei den Talabfahrten schauen wir, dass wir rund 1,40 bis 1,50 Meter Schnee reinbringen. Mit dieser Menge kommen wir im Normalfall über die gesamte Saison, wie uns die langjährige Erfahrung zeigt“, blickt Gerhard Zettel sehr zuversichtlich in Richtung Saisonstart am 24. Dezember 2020.

Der letzte Feinschliff

Einzig die Aufteilung der Arbeit hat sich durch den verspäteten Saisonstart aufgrund von Corona auch etwas geändert. Da das Skigebiet ansonsten bereits seit 6. Dezember 2020 geöffnet hätte, läuft es in Sachen letzte Vorbereitungen etwas stressloser ab. „Normalerweise arbeiten wir zum Ende hin die ganze Nacht über durch in einem 24h-Schichtbetrieb. Jetzt erledigen wir fast alle Arbeiten ausschließlich am Tag“, so Zettel.
Jetzt geht es schön langsam ins Finale der Vorbereitungsarbeiten. Nach dem Feinanschub folgt nun die Pistenabsicherung. Dazu zählen alle Tafeln und Markierungen, Absperrungen, Absturzsicherungen sowie Polsterungen. Diese nehmen nochmals rund eine halbe Woche in Anspruch.

Der Hauser Kaibling hat seine Hausaufgaben bis dato also mit Bravour erfüllt. Da steht dem Skivergnügen mit perfekten Pisten nichts mehr im Wege. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr, endlich wieder über die traumhaften Hänge zu carven.

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